FORUM

 
 
 
Der Traum vom Leben
Vor 50 Jahren verdienten die Menschen in den reichsten Ländern der Erde 50mal so viel wie jene in den ärmsten; heute verdienen sie 130mal so viel. Natürlich ist das attraktiv. Es lockt. Es ist eine Folge der Globalisierung, dass in der armen Welt von heute bekannt ist, wie die reiche Welt lebt. Natürlich halten arme Menschen es nicht für gottgegeben, dass Europa reich und unerreichbar und Afrika arm und bis zum baldigen Tod ihre Heimat sein muss. Sie brechen auf und stranden in der Sahara. Sie geraten in die Hände von Schleppern, sie sterben in der Wüste, weil ihre Lastwagen zusammenbrechen, sie sterben im Mittelmeer, weil ihre Boote sinken.
Gibt es Lösungen? Was kann, was muss Europa tun, wie sollten wir umgehen mit Migration?
Klaus Brinkbäumer schreibt in »Traum vom Leben«:
Man müsste nur die Bedürfnisse zusammenlegen: das europäische Interesse an einem Ausgleich der demografischen Entwicklung, an einer Lösung der Rentenkrise mit dem afrikanischen (und asiatischen) Interesse an Auswanderung. Und dann müssten Quoten her. Regeln. Fairness. Und Ehrlichkeit. Es bräuchte eine Migrationspolitik ohne doppelten Boden. Und statt Milliarden für den Schutz vor Migranten auszugeben, müssten die Ursachen der Migration bekämpft werden. Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, verlangt eine "Politik der gesteuerten Einwanderung". "Einwanderer brauchen Europa, aber Europa braucht auch Einwanderer", sagt Annan, und dann: "Diese stille Krise der Menschenrechte beschämt unsere Welt."

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns.
Themen
Beiträge
Letzter Beitrag
1
19.02.2010 02:09
.